Ziegen - beliebter denn je

Im März 1992 durch 11 Genossenschafter gegründet, feiert die Ziegenzuchtgenossenschaft Prättigau in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Die liebenswerten Meckerer zogen auch an der agrischa viel Aufmerksamkeit auf sich. 

Mit 357 Tieren ist die Prättigauer Genossenschaft die grösste im Kanton Graubünden. Wie Zuchtbuchführer Peter Flütsch aus Stels anlässlich der Rassenschau ausführte, züchten die 27 Genossenschaftsmitglieder derzeit sechs verschiedene Rassen: Saanen, Gemsfarbige Gebirgsziege, Bündner Strahlen, Toggenburger, Appenzeller und Pfauenziege. An der agrischa 2012 präsentierten die Prättigauer Züchter gemeinsam mit den Züchtern der Region Davos elf verschiedene Rassen. Vertreten waren sowohl die Burenziegen als auch die Kaschmirziegen. Mit der Capra Grigia und der Nera Verzasca kehren alte gefährdete Rassen ins Prättigau zurück. Doch auch die Walliser Kupferhals- sowie die Walliser Schwarzhalsziege finden im Rahmen eines Pro Specie Rara-Projektes den Weg ins Tal.

Betriebscup geht nach Furna

Zum Genossenschaftscup traten 14 Züchter mit 18 Gruppen an. Preisrichter Carli Cathomas fiel die Aufgabe zu, aus den vielen anmutigen Tieren diejenigen mit den ausgeprägtesten Rassemerkmalen, dem besten Format und Fundament, den schönsten Eutern und Strichen zu küren. Der Experte sprach den Prättigauer Züchtern einmal mehr ein grosses Kompliment für ihre Arbeit aus: «Bei den präsentierten Ziegen handelt es sich durchwegs um sehr schöne, gepflegte Tiere, es sind Nuancen, welche schliesslich den Ausschlag geben.» Letzlich entschied sich Cathomas für die Gemsfarbige Gruppe mit Mirta, Meisli und Angelika aus dem Stall von Lislotte und Georg Jehli aus Furna. Diese Gruppe zeige höchst ausgeglichene Rassemerkmale, herrliche Fundamente und perfekt aufgehängte Euter. Auf Platz zwei rangieren die Saanenziegen Desire, Diana und Carmen aus dem Stall von Rosmarie und Niklaus Thöny aus Schiers, im dritten Rang stehen die Gemsfarbigen Paola, Orlana und Prisma von Georg und Ursi Putzi, ebenfalls Schiers. Der vierte Platz ging an die Gemsfarbigen von Jöri  Heldstab, Klosters, im fünften Rang stehen die Gemsfarbigen von Emmi und Gion Tanner, Valzeina.

Ein Anziehungspunkt

Die charmanten, neugierigen Meckerer waren eine der ganz grossen Anziehungspunkte der agrischa 2012. Gross und Klein freute sich am Geissen-Streichelzoo. Der farbenfrohe Sternenmarsch vom Sonntag, an welchem rund 80 Geissen verschiedener Rassen mitliefen, begeisterte. Ein wohl einmaliges Spektakel boten die Burenziegen von Andi  Gujan aus Jenaz. Durch ihren Chef gut trainiert, traten sie zum Wettrennen an.

Heidi Wyss

 

Betriebscup Ziegen

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