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Willkommen bei der agrischa - Erlebnis Landwirtschaft

Herzlichen Dank

Die erste agrischa 2021 konnte am Sonntag erfolgreich durchgeführt werden. Herzlichen Dank für Ihren Besuch. 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Im März 2020 mussten die Organisatoren der agrischa - Erlebnis Landwirtschaft aufgrund des Covid-19 Virus die Durchführung verschieben. Schnell wurde klar, dass die Veranstaltung in der ursprünglichen Form nicht durchgeführt werden kann. Ein neues Konzept musste her. OK Präsident Gian Michael nahm diese Herausforderung an.

Der Bündner Bauernverband möchte nach wie vor der Bevölkerung die Landwirtschaft näherbringen. Und keine andere Veranstaltung präsentiert die Vielseitigkeit der Bündner Landwirtschaft besser, wie die agrischa. Durch die etwas anderen Umstände findet diese in diesem Jahr auch etwas anders statt.

Am vergangenen Sonntag fand in der Gemeinde Mountogna da Schons im Alpgebiet Anarosa die agrischa auf der Alp statt. Und wie es schon der Titel verspricht, wurde die Veranstaltung auf der Alp ausgetragen. Genauer auf den Alpen Curtignatsch und Nurdagn. Von Mathon aus chauffierten Shuttle Busse die Besucher bis auf über 2000 Meter über Meer. Die enge Alpstrasse durch den Nebel hoch, bis der blaue Himmel und zeitweisse Sonnenschein die Gäste empfing.

Mit einem traditionellen Berggottesdienst auf der Alp Nurdagn eröffnete das Alpfest. Trotz der etwas schwierigeren Umstände, der begrenzten Anzahl an Besuchern, die sich im Idealfall schon im Voraus angemeldet haben, fanden zahlreiche Interessierte den Weg an den Schamserberg. Nach und nach zeigte sich auch die Sonne mehr in Festlaune.

Mit dem Schwerpunkt Alp konnte ein vielseitiges Programm den Besuchern vorgestellt werden. Sicher eines der Highlights stellte der Bündner Älpler/-innen Verein. Die auf der Alp Curtginatsch direkt vor Ort Zieger produzierten. Dazu passend im Hintergrund das weidende Alp Vieh. Über 100 Milchkühe liefern die Milch für die Alpbutter und dem feinen Alpkäse. Zum Alpgebiet Anarosa gehören neben der Alpen Nurdagn und Curtginatsch auch noch die Alpen Danis und Nera dazu. Jährlich werden ca. 415 Kühe, Mutterkühe, Kälber und Mesen in diesem Gebiet gesömmert. Diese etwas andere agrischa organisierte das OK gemeinsam mit dem Naturpark Beverin und weiteren Partnern.

So bekam man Einblicke in die Kunst der Trockensteinmauerbau mit Natursteintechniker Flurin Stoffel. Oder auch eine Führung durch die Moorlandschaft um das Bestaunen der Flora und Fauna mit dem Botaniker Sebastian Nagelmüller. Dies waren nur ein paar Programmhighlights in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Beverin. So konnten Kinder wie auch Erwachsene beim Wildhüter vom Bezirk 3, Michael Eichhoff zahlreichen ausgestopften Wildtiere, die zum grössten Teil von Hobby Ornithologe Georg Staub stammen, bewundern. Darunter Tiere die öfters gesehen werden wie Fuchs und Rabe, aber auch Typische Alpenbewohner wie das Schneehuhn oder auch das Murmeltier. Letzteres im Alpgebiet Anarosa sehr zahlreich anzutreffen und auch ohne jagdliche Beobachtungsgabe problemlos zu bewundern ist.

Der Verbindungsweg der beiden Alpen wurde geschickt für einen Themenweg genutzt. Auf der ganzen Strecke wurde ein Lehrpfad zu Rindvieh, Wanderwege durch Weiden, verhalten gegenüber Alp Vieh, Herdeschutz und vielem mehr auf grossen übersichtlichen und leicht verständlichen Tafeln präsentiert. Der Themenweg führt an zufrieden weidenden Kühen vorbei, über eine kleine Brücke, die über den kristallklaren Bergbach führt, in der Alpidylle pur weiter zur Mutterkuhalp Nurdagn.

In der Mitte des Pfades befand sich die Marktstrasse. Mit Infoständen von Viamala Tourismus dem Naturpark Beverin, die auch als Treffpunkt für die Begehungen der verschiedenen Führungen waren. Aber auch von Marktständen mit Regionalen Produkten, wie zum Beispiel der Safran. Auch rotes Gold genannt, war es einst das teuerste Gewürzt der Welt. Welches heute auch in der Region des Naturpark Beverin blüht. Biobienenhonig und natürlich auch Alpbutter und Alpkäse, sie sind alles Label Produkte der Region.

Am Ende des Themenweges stand man auf der Alp Nurdagn auf welcher 75 Mutterkühe mit ihren Kälbern den Sommer verbringen. Auf grossen Infotafeln präsentierten der Plantahof und Mutterkuh Schweiz die verschiedenen Rassen der Mutterkuhhaltung. Mit Herkunft und Merkmal Angaben zu den verschiedenen Rassen.

Am gegenüberliegenden Informationsstand standen Töni Gujan, Berater für Tierhaltung und Fachstelle für Alpwirtschaft am Plantahof in Landquart, Ursin Faust von Mutterkuh Schweiz und Heinz Feldmann (BUL) Bundesamt für Unfallverhütung in der Landwirtschaft, für Beratung und Fragen Rede und Antwort.

Auf beiden Alpen wurde für das leibliche wohl gesorgt, eine gut funktionierende Regionale Festwirtschaft versorgte die Gäste mit Essen und Trinken. Mit der Lenglerkapellä und der Kapelle Soldanella war auch für musikalische Unterhaltung gesorgt. Und auch die kleinsten kamen nicht zu kurz. Mit einer grossen Hüpfburg aus Stroh, dem Steinbock Leiterspiel oder auch der Präsentation des Kinderbuches «Ana & Rosa» erwartete sie ein spannender, abwechslungsreicher Tag. Dazu gab es zahlreiche Wettbewerbe, indem man sein Glück versuchen konnte. So zum Beispiel am Stand der Landi Graubünden, da Geschicklichkeit und Geschwindigkeit gefragt waren. Wer am schnellsten das Kuhpuzzle zusammen hatte, oder das Gewichtschätzen, der voll gefüllten Schubkarre mit Steinen am Stand der Natursteinmauer vom Naturpark Beverin.

Die Organisatoren der agrischa auf der Alp mit OK Präsident Gian Michael und all seine Helfer haben in der für Veranstaltungen schwierige Zeit eine großartige, gut Organisierte agrischa auf die Beine gestellt.

Und wir sind schon gespannt auf den zweiten Teil der agrischa 2021 die am 14. und 15. August in der Roland Arena Lenzerheide in Latsch/Lenz durchgeführt wird.