Prättigau / Davos

Prättigau / Davos
Partnun, St. Antönien, Prättigau
Während Davos als höchst gelegene Stadt in Europa - mit ihrer klaren Ausrichtung als Tourismus-, Meeting-, Wissens- und Forschungsstadt einen geradezu urbanen Charakter ausstrahlt, ist das Prättigau ländlicher geprägt und die Landwirtschaft stark vertreten. Aber auch der Tourismus (insbesondere im mittleren und hinteren Teil des Prättigaus) die Bau-, Holz- und Forstwirtschaft sowie die Maschinenindustrie (im vorderen Prättigau) bilden die Haupterwerbsquellen.
Gesprochen wird in der ganzen Region Deutsch. Zurückzuführen auf die im 13./14. Jahrhundert eingewanderten Walser, die das bis anhin gesprochene Romanische mehr und mehr verdrängten. Fast im ganzen Prättigau wird der typisch walserische sch-Laut gebraucht. So heisst es zum Beispiel «schie» anstatt «sie». In Davos, in den Unterschnittersiedlungen Frauenkirch, Glaris und Monstein und in den Seitentälern Sertig und Dischma spricht man noch walserisch, während es in Davos selber fast ganz verschwunden ist und durch eine «Kurortmischung» ersetzt wurde. 

Davos

Rund 70 Betriebe leben in Davos grösstenteils von der Milchwirtschaft und der Mutterkuhhaltung. Auch Schafe, Ziegen, Pferde, Geflügel und Schweine werden gehalten. Der Ackerbau auf dieser Höhenlage ist wirtschaftlich nicht (mehr) interessant ist und fas gänzlich aus dem Bild von Davos verschwunden. Viele Familien ergänzen ihr Einkommen durch Tätigkeiten im Wintertourismus oder in anderen Bereichen.

Traditionellerweise gehört zu einem Davoser Bauernbetrieb eine Privatalp oder ein Anteilsrecht einer Genossenschaftsalp. Mit der Pflege der Wiesen, Weiden und von besonderen Landschaftselementen wie Holzzäunen oder Trockensteinmauern tragen die Davoser Landwirte bedeutend zum Landschaftsbild von Davos bei.

Klosters

Die Gemeinde Klosters bildet mit Serneus und Saas eine abwechslungsreiche und vielfältige Kulturlandschaft, die von über 90 Landwirtschaftsbetrieben bewirtschaftet wird. Etwas mehr als die Hälfte der Betriebe betreibt die Landwirtschaft im Haupterwerb, viele der Bauern arbeiten aber auch noch in anderen Berufsfeldern und Aufgaben.

Die Hälfte der Bauern führen ihre Betriebe als Milchwirtschaftsbetriebe und liefern wertvollen Käse, Zieger und Butter. Die andere Hälfte der Höfe betreibt Mutterkuhhaltung. Dazu tummeln sich auf den Weiden Pferde, Schafe, Geissen, Lamas und Wollschweine und natürlich auch Hühner und viele weitere Tiere.

Prättigau

Im flachen Talboden wird heute bis zu den Grenzertragslagen bei Fideris neben Kunstwiesen hauptsächlich Futtermais angebaut, in den strukturreichen Hanglagen besteht ausschliesslich Grünlandbewirtschaftung. Die Tradition des Getreideanbaus im Prättigau liegt weit zurück. Alte Lokalsorten werden heute noch vermehrt, damit das Erbgut erhalten bleibt (z.B. die  «Saasergerste»). 

Die weitläufigen Alpen des Prättigaus erstrecken sich vom Vilan bis ins hinterste Schlappintal Vertreten ist das ganze mögliche Spektrum an Alpbetrieben, von der Milchviehalp mit eigener Käserei über Mutterkuhweiden bis zu ausgedehnten Schafalpungen.

Wenn die Agrischa alle 5 Jahre in der Region Prättigau / Davos zu Gast ist, ist sie das abwechslungsweise in Davos, Klosters oder Grüsch.  

Das jeweilige OK setzt sich zusammen aus Vertretern folgender Bauernvereine:

  • Bauernverein Davos
  • Bauernverein Prättigau

Austragungen bislang

  • 6. - 7. Mai 2017 in Davos
  • 21. - 22. April 2012 in Grüsch